Richtig in Berührung gekommen bin ich mit Politik so wie viele Menschen… im Rahmen der politischen Bildung in der Schule: im Politikunterricht. Schon zu jener Zeit merkte ich, dass mich die ganze Thematik scheinbar mehr und tiefergehender interessierte als viele meiner Mitschüler. Aus nicht ganz unpolitischem Elternhaus stammend war zuhause auch immer die Politik ein Thema, über das gern und ausführlich diskutiert wurde. Meine erste Wahlparty im hiesigen Rathaus (an die ich mich heute noch sehr gut erinnern kann) war jene anlässlich der Abwahl des Kanzlers der Deutschen Einheit im Jahr 1998. Ob sie mir besonders in Erinnerung geblieben ist, weil ich am 27. September Geburtstag habe? An jenem 27. September 1998 übernahm Gerhard Schröder das Zepter in Berlin… der einzige Kanzler, den ich bis dato in meinem Leben erlebt hatte war Geschichte.

Nach meinem Verständnis ist Demokratie ein sehr hohes Gut: Ich bin stolz auf unser politisches System und es macht mich manchmal sprachlos wie leichtfertig die Möglichkeit zur freien Wahl oft nicht genutzt wird. In meinen Augen ist es auch nicht so entscheidend welcher politischen Richtung man sich anschließt und in welcher Partei man mitmischen möchte – demokratisch muss sie sein und die größte Überschneidung mit der eigenen Überzeugung bieten. In meinem Fall ist das die Union – ich kann aber zu meinem Bekannten- und Freundesfreundeskreis auch den einen oder anderen Sozialdemokraten, Liberalen oder Grünen zählen.

Im Bundestagswahlkampf 2002 war es dann soweit… wohl zu gleichen Teilen aus Sympathie für den Kanzlerkandidaten „meiner“ Partei als auch aus Interesse am Berliner Politikzirkus habe ich mich auf den Weg zum damaligen Vorsitzenden der hiesigen Jugendorganisation meiner (Wahl-)Partei gemacht. Sofern man die Schule als vorpolitischen Raum begreift, hatte diese Jugendorganisation es wohl verstanden wie man sich ins Gespräch bringt und wie man die „Angeln auswirft“. Für mich war es keine Frage, welche politische Richtung die Richtige für mich darstellt…

Es kam wie es kommen musste: ein Jahr später unterschrieb ich meinen Mitgliedsantrag für die Christliche Demokratische Union Deutschlands – die CDU. Seitdem habe ich den einen oder anderen Landes- und Bundesparteitag erleben dürfen, auf Kreisebene mitgewirkt und mich politisch im CDU-Stadtverband entwickeln dürfen. Einige Jahre Vorsitz der Jungen Union in Schwerte waren ebenso dabei in dieser Zeit wie der Vorsitz der CDU-Ortsunion Westhofen, diverse Wahlkampfaktionen (Brötchenverteilen am Wahlsonntag, Wahlkampfstände, Veranstaltungen zu verschiedensten Themen unter großer Beteiligung der Bevölkerung) und auch mit dem heutigen Tage hat die Lokalpolitik für mich kein Stück an Faszination verloren… wohin mich der Weg führt? Wir werden sehen.